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25.02.2026

Zu Gast bei Regine Mispelkamp

Am 25.02.2026 waren wir zu Gast bei Regine Mispelkamp, Silbermedaliengewinnerin der Kür und Bronzemedaillengewinnerin im Team der Paralympische Spiele 2024 Paris in der Para-Dressur.

Am 25.02.2026 waren wir zu Gast bei Regine Mispelkamp, Silbermedaliengewinnerin der Kür und Bronzemedaillengewinnerin im Team der Paralympische Spiele 2024 Paris in der Para-Dressur. Seitens des Inklusiven Unternehmensnetzwerks e.V. nahmen Matthias Lade (Lorenz Montage Systeme) sowie Ute Pascher (Universitätsklinikum Düsseldorf) teil.

Auf dem Programm standen eine Einführung in die Sportart Para-Dressur, ein Live-Training mit Silke Fütterer-Sommer sowie die EM-Goldkür von Regine Mispelkamp. In einem leidenschaftlichen Plädoyer betonte sie anschließend, dass es im Parasport nicht um Mitleid, sondern um die Anerkennung sportlicher Leistung geht. Auch die häufig diskutierte Vergleichbarkeit mit nichtbehinderten Sportler:innen wurde aufgegriffen und kritisch hinterfragt. Para-Dressurreiter:innen nutzen kompensatorische Hilfsmittel, die dazu dienen, individuelle Einschränkungen auszugleichen und damit eine gleichberechtigte Präsentation des eigenen Könnens sowie der Leistung ihrer Pferde zu ermöglichen.

Über den Leistungsbegriff spannte die Moderatorin Kerstin von der Linden (WDR) den Bogen zu einer lebhaften Podiumsdiskussion. Dabei wurde deutlich: Para-Sportler:innen sind zugleich potenzielle Fachkräfte und Arbeitssuchende.

Ein zentrales Fazit der Veranstaltung lautete, dass der gesellschaftliche Blick noch zu häufig auf Defizite statt auf Fähigkeiten und Ressourcen gerichtet ist. Menschen mit Einschränkungen werden detailliert auf ihre Leistungsfähigkeit geprüft und kategorisiert, woraus Förderbedarfe abgeleitet werden. Diese ausschließlich defizitorientierte Perspektive ist problematisch, da vorhandene Kompetenzen und Potenziale unzureichend berücksichtigt werden.

In einer Podiumsdiskussion Moderiert von Kerstin von der Linden gab es einen regen Austausch mit Sport, Politik und Wirtschaft.

Teilnehmer der des Pudiums waren:

Matthias Lade machte deutlich, dass Inklusion in Unternehmen mit einer klaren Entscheidung der Arbeitgeberseite beginnt, inklusive Strukturen aufzubauen. Ebenso entscheidend ist es, die Belegschaft einzubeziehen und die Unternehmenskultur entsprechend auszurichten. In seinem Unternehmen war unter anderem der Fachkräftemangel ein Auslöser für diesen Weg. Innerhalb von drei Jahren konnte Lorenz Montage Systeme den Personalmangel erfolgreich kompensieren.

Rundherum war es eine tolle Veranstaltung und ein wichtiger Austausch zwischen allen aktueren.


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